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Stoffgeschichten:„Gebt Frauen in der Kirche eine Stimme, sonst ist es bald still in der Kirche“

kfd-Wimpelkette
Mit Aussagen wie diesen setzte der kfd-Diözesanverband Aachen und die Aachener Frauenseelsorge im August 2020 mit einer Wimpelkette, ein nicht übersehbares Zeichen für eine geschlechtergerechte Kirche. Ein Jahr zuvor hatten 400 Menschen sich an den Händen haltend den Dom „umarmt" und gaben so dem Wunsch vieler Gläubiger nach einer geschlechtergerechten Kirche Ausdruck. Da in der Corona-Zeit eine Aktion mit so vielen Personen nicht möglich war, entstand die Idee der Wimpelkette. Die Schnüre zwischen den Wimpeln sollten für den nötigen Abstand sorgen.
Datum:
18. Apr. 2023
Von:
kdf-Diözesanverband Aachen

Viele Frauen, aber auch Gruppen, die an der Aktion nicht teilnehmen konnten, hatten im Vorfeld Wimpel mit ihren Statements an die kfd-Geschäftsstelle geschickt. Es kamen Einsendungen aus dem ganzen Bundesgebiet und auch von den Schwestern aus dem Kloster Fahr in der Schweiz, wo die Donnerstagsgebete unter dem Motto „Schritt für Schritt für eine geschlechtergerechte Kirche" ihren Ursprung haben.

Die Wimpelkettenaktion startete mit dem Donnerstagsgebet für die Region Aachen-Stadt im Dom, an dem unter den Betenden auch Bischof Helmut Dieser teilnahm. Die Frauenseelsorgerin Annette Jantzen und die Geistliche Leiterin im kfd-Diözesanvorstand Annette Diesler gaben in ihrer Predigt eindringliche Impulse zur Bedeutung einer geschlechtergerechten Kirche.

Danach bildeten 120 Frauen und Männer eine Wimpelkette, die den Dom komplett umrundete. Viele Beobachter*innen schlossen sich spontan der Aktion an und die Frauen und Männer setzten so ein eindrucksvolles Zeichen für ihre Forderungen nach dem Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der katholischen Kirche. Nach der Aktion wurde die Wimpelkette an das Gitter des Doms gehängt, um die Botschaft noch länger nachlesbar zu machen. Leider wurden die Wimpel schon bald darauf gestohlen, was bei den Frauen großes Unverständnis und Wut hinterließ, aber ihre Aktionsfreudigkeit nicht stoppen konnte. Die aus Paramentstoff gefertigten Wimpel der Schwestern aus dem Kloster Fahr waren in der Geschäftsstelle des kfd-Diözesanverbandes aufbewahrt worden. So sind sie im Besitz der kfd-Frauen geblieben und werden als Erinnerung an diese eindrucksvolle Aktion weiter in Ehren gehalten.

Drei der gestohlenen Wimpel wurden von einer kfd-Frau nachgenäht und für das Kunstwerk „Stoffgeschichten" eingereicht, um nochmal an diese gelungene, aufrüttelnde Aktion des kfd-Diözesanverbandes zu erinnern.

kdf-Diözesanverband Aachen

Stoffgeschichten: Kunstaktion zur Heiligtumsfahrt

Die vier Heiligtümer, die besonderen Stoffe im Dom zu Aachen, erzählen Geschichten vom Leben und Glauben. Auch Ihre Stoffstücke haben eine Geschichte. Von der Windel über das Hochzeitskleid bis hin zum Fußballtrikot – jedes Stoffstück lässt sich mit besonderen Anlässen, Hoffnungen und Erinnerungen verbinden. Vielleicht ist es aber auch eine Covid-19-Maske, der Kittel einer Pflegefachkraft oder ein anderes Stoffstück, das an besondere Ereignisse oder Erfahrungen erinnert.

Für die Heiligtumsfahrt 2023 wird der Künstler Garvin Dickhoff eine gemeinsame Kunstaktion durchführen und Pilger*innen zusammenbringen. Ihre geschichtsträchtigen Stoffstücke werden dazu zusammengenäht und zu einem vier Meter großen Ball verarbeitet, der im Laufe der Heiligtumsfahrt durch die Stadt gerollt wird. Sie können live dabei sein, wenn Ihr Ball die Stadt erobert.

Damit dieses Projekt gelingen kann, brauchen wir Sie! Werden Sie Teil dieser außergewöhnlichen Kunstaktion: Mehr dazu erfahren Sie hier: www.bleiberger.de/heiligtumsfahrt2023